Kinder und Jugendliche sind neugierig, konstruieren gern und wollen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Manchmal ist das gerade für Jugendliche nicht so einfach.
Aber auf der Kinder- und Jugendfarm Unterföhring wurde all das mal wieder ermöglicht. Der Verein „Mehr Spielraum für Kinder“ und das Team der Kinder und Jugendfarm hatten zusammen zu einem Weltraumtag eingeladen.

Andreas Herold (Modelraketenverein , http://www.mmv-ev.de) und Ekkehard Wieprecht (Dipl.Ing. Luft- Raumfahrt, Max Planck Institut für Extraterrestrische Physik) unterstützten diese Aktion und konnten nebenher die zahlreichen Fragen der jungen Teilnehmer beantworten.

Welche Planeten hat unsere Sonne und welche Farbe haben sie?
Gibt es Wasser auf dem Mars?
Wie funktioniert so eine Rakete eigentlich genau?
Wie wird der Fallschirm ausgelöst?
Gibt es Leben auf einem Saturnmond?
Worauf kommt es bei einem Teleskop eigentlich an?
Was kann ich mit einem Teleskop sehen?

Diese und noch mehr Fragen kamen während der Konstruktionsphase auf.
Mit den Kindern baute man ein Galileisches Teleskop mit dem man den Mond beobachten kann. Es wurde dann aber auch gleich zum Erforschen der Farm genutzt.Die Kinder freuten sich besonders, dass sie die Teleskope mit nach Hause nehmen konnten. Der nächste Mond am Himmel wird wohl von vielen Augen genauestens beobachtet werden.

Die Jugendlichen konstruierten wiederverwendbare Raketen. Sie lernten viel über Raketenprinzipien und was man beim Bau berücksichtigen muss.

Dann wurde es spannend!
Die Raketen sollten auf der Koppel der Kinderfarm gestartet werden. Ein großer Tross von Zuschauern aller Altersklassen folgteden jungen Ingenieuren auf das Startgelände.
Der von den Zuschauern gezählte Countdown leitete die elektrische Zündung der Triebwerke ein:
Three…Two…One… IGNITION

… die erste Rakete hob ab!

Unter begeistertem Applaus stieg sie auf, nach Ausbrennen der Triebwerke ging sie in die Gleitphase über,öffnete planmäßig den Fallschirm und kehrte kontrolliert zur Erde zurück. Mission completed!Auch die folgenden Missionen gelangen ohne Probleme. Einige Raketen wurden sogar für mehrere Missionen genutzt.

Die Konstrukteure hatten sehr gute und genaue Arbeit geleistet. So einfach war das nämlich nicht.
Nur 2 Missionen endeten leider mit einem Verlust. Die Raketen durchbrachen die
Wolkendecke und verschwanden.Die Fehlschläge wurden von den jungen Konstrukteuren ausgiebig analysiert. Der Fallschirm hatte sich wohl in einer höheren Luftströmung geöffnet und die Raketen sind dann über den Wolken abgetrieben und außerhalb des kontrollierten Luftraumes nieder gegangen.